Arbeitssicherheit

Wir streben stets an, Aufgaben, Prozesse und Projekte wirtschaftlich effizient und für alle Beteiligten sicher auszuführen. Unser Erfolg gründet auf unseren Beschäftigten, daher muss der Arbeitssicherheit und dem Schutz der Gesundheit dieser ein besonderer Stellenwert im Konzern zukommen.
Verglichen mit anderen Industriezweigen ist das Unfallrisiko im Baugewerbe höher. Zudem ist die Arbeit mit bestimmten physischen Anforderungen verbunden, wie z. B. dem Heben schwerer Lasten. Initiativen zur Unfallverhütung und ein wachsendes Bewusstsein für eine verbesserte Arbeitssicherheit in den Unternehmen haben aber dafür gesorgt, dass die Arbeitsunfallzahlen in der Bauwirtschaft rückläufig sind (Pressemeldung Berufsgenossenschaft Bauwirtschaft).

Gemäß der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft ist etwa in Deutschland die Unfallquote je 1.000 Beschäftigte von 66,60 Fällen im Jahr 2007 auf 55,29 Fälle im Jahr 2016 zurückgegangen.
1 Als eine der größten Arbeitgeberinnen im Baugewerbe in Europa sind wir auf das Thema Arbeitssicherheit sensibilisiert. Ihre Weiterentwicklung liegt im Interesse aller – dies zeigt die hohe Priorisierung, die dem Thema vonseiten der Stakeholder und des Managements eingeräumt wurde.


ZUSTÄNDIGKEITEN UND REGELUNGEN

Die Organisation rund um die Themen „Sicherheit, Gesundheit und Umweltschutz“ (SGU) wird seit 2017 konzernweit durch einen Koordinator weiterentwickelt. Dazu wurde ein SGU-Ausschuss zur Lenkung übergreifender Themen wie „Arbeitssicherheitskommunikation“, „E-Learning-Schulungen“ sowie „Einsatz digitaler Hilfsmittel zur Erfassung, Bearbeitung und Vermeidung unsicherer Situationen bzw. Beinahe-Unfällen auf Baustellen“ gebildet. Regional nehmen die Arbeitssicherheitsfachkräfte regelmäßige Baustellenbegehungen vor. So sind in Deutschland ca. 70, in Österreich rund 20 Fachkräfte für Arbeitssicherheit auf unseren Baustellen und Produktionsbetrieben eingesetzt. Konzernweit ist in der Regel je Direktion mindestens eine Person für SGU vorhanden. In Relation zur Anzahl und Größe der Baustellen in einem Land oder in einer Region wird die Betreuung angepasst. Um die Risiken rund um die Sicherheit und Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu beherrschen, setzen wir ein zertifiziertes Arbeitssicherheits- und Gesundheitsschutzmanagementsystem gemäß OHSAS 18001 und/oder SCC um.

ZIELE UND INDIKATOREN

Die kontinuierliche Verminderung von Unfallgefahren auf Baustellen ist unser Ziel. Schulungen und Weiterbildungen, Begehungen mit Führungskräften und Baustellenverantwortlichen, Analysen von (Beinahe-)Unfällen und Präventivmaßnahmen sollen uns diesem Ziel näherbringen. Zwei Indikatoren helfen uns dabei, die Zielerreichung messbar zu machen:
Die Arbeitsunfall-Ausfallquote – berechnet aus der Anzahl der durch Arbeitsunfälle bedingten Ausfallstunden im Verhältnis zu den produktiven Arbeitsstunden – lag im Konzern 2017 bei 0,24 %, das sind 0,36 % bei Gewerblichen und 0,05 % bei Angestellten (2016: 0,25 % im Konzern, 0,36 % bei Gewerblichen, 0,07 % bei Angestellten). Die Unfallhäufigkeit2 – berechnet aus der Anzahl der Arbeitsunfälle pro 1 Mio. produktive Arbeitsstunden – war insgesamt ebenfalls vergleichbar mit jener des Vorjahrs, und zwar bei 17,4 im Konzern bzw. 25,5 bei Gewerblichen und 4,8 bei Angestellten (2016: 17,6 im Konzern, 25,0 bei Gewerblichen, 5,2 bei Angestellten).



PROJEKTE UND INITIATIVEN

Im Geschäftsjahr 2017 wurden folgende Projekte verfolgt und Initiativen gesetzt:

  • Die Baustellenbegehungen gemeinsam mit dem arbeitsmedizinischen Dienst wurden fortgesetzt.
  • Es wurde eine App entwickelt, mithilfe derer Führungskräfte ihre Baustellenbegehungen effizient und transparent dokumentieren können. Nach der erfolgreichen Erprobung im Jahr 2017 soll sie 2018 in Deutschland, Österreich und der Schweiz ausgerollt werden. Die Fachkräfte für Arbeitssicherheit werden künftig auch bei der Bewertung von Nachunternehmen eingebunden und sollen deren Leistung im Bereich der Arbeitssicherheit benoten. Dies wird beginnend bei sehr großen Projekten umgesetzt.
  • Im Verkehrswegebau war 2016 eine Kampagne durchgeführt worden, um die durch das Stolpern, Rutschen und Stürzen (SRS) ausgelösten Unfälle zu reduzieren. 2017 wurde sie auch auf den Hoch- und Ingenieurbau ausgedehnt. In Deutschland reduzierte sich dadurch die Anzahl der SRS-Unfälle lediglich geringfügig, doch ging die auf diese Unfälle zurückzuführende Ausfallzeit um etwa 10 % zurück.



1BG Bau, Zahl der Arbeitsunfälle leicht gestiegen, unter: www.bgbau.de (Stand 20.12.2017)
2 Gewertet werden Arbeitsunfälle (ohne Wegunfälle zwischen Wohn- und Arbeitsort sowie ohne Berufskrankheiten) mit einem Arbeitsausfall von zumindest einem Kalendertag, gezählt ab dem Tag nach dem Arbeitsunfall.
3 DAK, Psychische Erkrankungen: Höchststand bei Ausfalltagen, unter: www.dak.de (Stand 30.11.2017)
4 Psychische Belastung von Bauleitern, Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, 2006
5 Verhältnis der Krankenstandstage zu den Arbeitstagen



Auf der Website veröffentlicht am 27.07.2015 – Zuletzt publiziert am 07.08.2018 17:56:54
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