Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz

Wir streben stets an, Aufgaben, Prozesse und Projekte wirtschaftlich effizient und für alle Beteiligten sicher auszuführen. Unser Erfolg gründet auf unseren Beschäftigten, daher muss der Arbeitssicherheit und dem Schutz der Gesundheit dieser ein besonderer Stellenwert im Konzern zukommen. Das Management trägt dabei eine große Verantwortung – aber auch unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wirken aktiv mit, damit Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz integrierter Bestandteil unseres Denkens und Handelns bleiben. Durch ein gesundes und sicheres Arbeiten leben wir TEAMS WORK.
ARBEITSSICHERHEIT

Relevanz für den STRABAG-Konzern

Verglichen mit anderen Industriezweigen ist das Unfallrisiko im Baugewerbe höher. Zudem ist die Arbeit mit bestimmten physischen Anforderungen verbunden, wie z. B. dem Heben schwerer Lasten. Initiativen zur Unfallverhütung und ein wachsendes Bewusstsein für eine verbesserte Arbeitssicherheit in den Unternehmen haben aber dafür gesorgt, dass die Arbeitsunfallzahlen in der Bauwirtschaft rückläufig sind (Pressemeldung Berufsgenossenschaft Bauwirtschaft).

Die Weiterentwicklung der Arbeitssicherheit liegt im Interesse aller Stakeholder – dies zeigt die hohe Priorisierung, die dem Thema im Rahmen der Wesentlichkeitsmatrix eingeräumt wurde. Wir sind als eine der größten Arbeitgeberinnen im Baugewerbe in Europa auf das Thema Arbeitssicherheit sensibilisiert. Unfallvermeidung ist oberstes Ziel. Daher gehören Schulungen und Weiterbildungen, Begehungen mit Führungskräften und Baustellenverantwortlichen, Analysen von (Beinahe-)Unfällen und Präventivmaßnahmen zum täglich angewendeten Repertoire unserer Arbeitssicherheitsfachkräfte. Dadurch wird ein einheitlich hoher Standard im ganzen Konzern erreicht.

Wie wir konkret handeln
2016 legten diese Fachkräfte für Arbeitssicherheit und jene für Arbeitsmedizin bei den gemeinsamen Baustellenbegehungen den Schwerpunkt auf die Verringerung der Gefährdung durch UV-Strahlung und Hitze. Arbeiten im Baugewerbe werden überwiegend im Freien durchgeführt. Daher soll neben der flächendeckenden Bereitstellung von Mineralwasser und Sonnencreme der Einsatz von Arbeitsschutzbrillen mit UV-Schutz forciert werden. Darüber hinaus gilt es, die Beschäftigten immer wieder mit unterschiedlichen Kommunikationsmitteln für die Gefahren der Sonneneinstrahlung zu sensibilisieren.

Die Verbesserung der Hygiene war 2015 im Fokus der Arbeitssicherheitsfachkräfte gelegen. Im Geschäftsjahr 2016 wurden die diesbezüglichen Maßnahmen, die aus den damaligen Baustellenbegehungen abgeleitet worden waren, weiterverfolgt.

Der Ende 2015 in Stuttgart, Deutschland, abgehaltene Workshop „Arbeitssicherheit auf Hochbau-Baustellen“ hatte das Ziel, Gewerke mit besonders hohem Risiko im Bereich der Nachunternehmen besser vor schweren Unfällen zu schützen. 2016 wurde im ersten Schritt die Baustellenordnung angepasst, vertragliche Regelungen sind auf dem Prüfstand. Die Fachkräfte für Arbeitssicherheit werden künftig auch bei der Bewertung von Nachunternehmen eingebunden und sollen deren Leistung im Bereich der Arbeitssicherheit benoten. Ende 2016 beschloss der Verkehrswegebau in einem Workshop, eine Kampagne zur deutlichen Reduktion von durch Stolpern, Rutschen und Stürzen ausgelösten Unfällen zu starten.

Im Auftrag des Konzernvorstands hatte die Stabsstelle IQM, Sicherheit und Gesundheitsschutz gemeinsam mit Human Resource Development eine E-Learning-Schulung „Grundunterweisung Arbeitssicherheit für Angestellte“ erarbeitet. Die Schulungen wurden 2016 in Österreich, Deutschland und der Schweiz erfolgreich einführt und sollen im Dreijahresrhythmus wiederholt werden.


GESUNDHEITSSCHUTZ

Relevanz für den STRABAG-Konzern
Gesundheit ist nicht nur die „Abwesenheit von Krankheit“ (Quelle: WHO). Gesundheit drückt sich vielmehr als individuelles Wohlbefinden und subjektiv empfundene Leistungsfähigkeit aus. Um Ausfallstage durch Unfälle und Krankenstände möglichst zu reduzieren, arbeiten wir mit Arbeitsmedizinerinnen und Arbeitsmedizinern zusammen, die neben Gesundheitstagen in Niederlassungen u. a. Impfaktionen (FSME, Tetanus, Hepatitis, Grippe, Reiseimpfungen etc.), Eignungs- und Folgeuntersuchungen (Gehör-, Seh-, Lungenfunktionstests etc.), Wirbelsäulen-Screenings sowie spezifische Aktionen auf Baustellen, wie z. B. „Richtig Heben und Tragen“ durchführen.

Wie wir konkret handeln
Die Gesundheit und Leistungsfähigkeit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu erhalten, ist uns ein zentrales Anliegen und für einen langfristigen Unternehmenserfolg unumgänglich. Durch unser Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) fließt dieses Thema daher in alle betrieblichen Entscheidungen und Prozesse ein.
Die gesetzlichen Vorgaben zum Arbeits- und Gesundheitsschutz bilden für uns als Minimalanforderungen die Basis. Darüber hinaus haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, die Gesundheit der Beschäftigten systematisch, gezielt und nachhaltig zu fördern und das Betriebliche Gesundheitsmanagement konzernweit zu verankern.
Daher wurde aufbauend auf Maßnahmen der Arbeitssicherheit, des Gesundheitsschutzes und bereits laufender Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung 2014 mit der Umsetzung eines BGM im DACH-Raum begonnen. Mittlerweile wurde es in weiteren fünf Ländern ausgerollt. Durch die Steuerung auf Konzernebene lässt sich das Thema in den einzelnen Ländern durch BGM-Landeskoordinatorinnen und -koordinatoren, die an den Standorten für die Umsetzung der Maßnahmen verantwortlich sind, einheitlich und systematisch verbreiten. Unterstützt werden die Koordinatorinnen und Koordinatoren durch engagierte Standort-Teams. Die Maßnahmen zielen darauf ab, sowohl die Arbeitsbedingungen zu verbessern als auch die persönlichen Ressourcen am Arbeitsplatz aller Beschäftigten und Führungskräfte zu stärken.

Vor allem unsere Führungskräfte spielen eine wesentliche Rolle bei der Verankerung eines BGMs in der Unternehmenskultur. Um eine solche gesundheitsfördernde Unternehmenskultur zu schaffen, benötigt es Führungskräfte, die einerseits als Vorbilder dienen und zum anderen mit einer gesundheitsfördernden Führung vertraut sind. Das zweitägige Seminar „Erfolgreich durch gesunde Führung“ lehrt unser Management, wie die eigenen Ressourcen individuell gestärkt werden können, aber auch, wie eine gesunde Führung umgesetzt werden kann. Das Seminar wurde bereits in mehreren Ländern eingeführt, und es haben bisher 108 Personen daran teilgenommen. Aber auch unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter setzen sich mit diesem Thema auseinander. Seit 2015 bieten wir das Seminar „Fit4Work“ an. Hier erfährt man, Herausforderungen wie Bewegungsmangel, einseitiger und ungesunder Ernährung sowie Stressmustern mithilfe einer individuellen Gesundheitsstrategie zu begegnen. 2016 definierten 256 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre persönliche Strategie für mehr Wohlbefinden am Arbeitsplatz.

Performance
Wir haben uns das Ziel gesetzt, weitere Indikatoren und Kennzahlen zur Arbeitssicherheit und dem Gesundheitsschutz zu definieren sowie das interne Unfallreporting in allen Konzernländern zu vereinheitlichen. Nachfolgend geben wir einen Überblick über wichtige Schlüsselkennzahlen, mit denen wir unsere Leistung zur Arbeitssicherheit und dem Gesundheitsschutz messbar machen.

Die Arbeitsunfall-Ausfallquote, berechnet aus der Anzahl der Arbeitsunfallstunden im Verhältnis zu den produktiven Arbeitsstunden, lag im Konzern 2016 bei 0,25 %, das sind 0,36 % bei Gewerblichen und 0,1 % bei Angestellten. Die Unfallhäufigkeit* – berechnet aus der Anzahl der Arbeitsunfälle pro 1 Mio. produktive Arbeitsstunden – war insgesamt vergleichbar mit jener des Vorjahrs, und zwar bei 17,6 im Konzern bzw. 25,0 bei Gewerblichen und 5,2 bei Angestellten.



Ziele

  • Aufbau einer konzernweiten SGU-Organisation (Sicherheit, Gesundheitsschutz, Umwelt)
  • Erweiterung der E-Learning-Tools

*Gewertet werden Arbeitsunfälle (ohne Wegunfälle zwischen Wohn- und Arbeitsort sowie ohne Berufskrankheiten) mit einem Arbeitsausfall von zumindest einem Kalendertag, gezählt ab dem Tag nach dem Arbeitsunfall.



Auf der Website veröffentlicht am 27.07.2015 – Zuletzt publiziert am 12.09.2017 9:46:01
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