Vielfalt und Chancengleichheit

Relevanz für den STRABAG-Konzern
Die STRABAG SE ist davon überzeugt, dass Diversität den Erfolg im Unternehmen nachhaltig steigert. Wir fördern Chancengleichheit und ein Umfeld, das geprägt ist von fairem Verhalten und das frei ist von Diskriminierung und Belästigungen jeder Art. Unter Vielfalt versteht STRABAG SE verschiedene Nationalitäten und Kulturen, eine ausgewogene Altersstruktur sowie ein Miteinander von Männern und Frauen. Damit Vielfalt entstehen kann, braucht sie einen Nährboden – ein Arbeitsumfeld, das frei ist von Diskriminierung, Belästigung und Repressalien. STRABAG stellt nicht nur dies über ein System von Ombudsleuten sicher, sondern setzt auch aktiv Maßnahmen, damit die Vielfalt gedeihen kann, etwa hinsichtlich der Förderung der Einbindung von Frauen.

Unabhängig von Alter, Nationalität, Geschlecht, sexueller Orientierung, Religion oder Behinderung bringen wir allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Wertschätzung entgegen und bieten die gleichen Möglichkeiten der Weiterentwicklung im Unternehmen. Unsere Werte und Grundsätze für eine ehrliche und ethisch einwandfreie Geschäftspraxis sind in unserem konzernweit geltenden Code of Conduct verankert.

Wie wir konkret handeln
Die Bauwirtschaft als Berufssparte beschäftigt in den technischen Berufen traditionell überwiegend Männer. Frauen sind daher in allen Hierarchieebenen unterdurchschnittlich repräsentiert. Unter anderem der Fachkräftemangel erfordert allerdings, dass der Sektor in Zukunft stärker als bisher auf die Arbeitskraft von Frauen setzt. Um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten und von der Vielfalt unterschiedlicher Sichtweisen zu profitieren, hat sich STRABAG daher im Jahr 2013 das Ziel gesetzt, den weltweiten Frauenanteil im Konzern jährlich zu heben.
Daher arbeitet seit 2012 ein internes Team unter Leitung eines STRABAG SE-Vorstandsmitglieds intensiv daran, entsprechende Maßnahmen auszuarbeiten und einzuleiten. Im Jahr 2016 trat es in drei Sitzungen zusammen. Die bisherigen Aktivitäten zur Erhöhung des Frauenanteils und zur Förderung von Karrieren von Frauen im STRABAG-Konzern setzen an drei Stellen an:

  • Gezieltes Marketing
    Um sich einen höheren Anteil vor allem an Absolventinnen der technischen Hochschulen zu sichern, setzt man im STRABAG-Konzern auf Personalmarketing, das gezielt weibliche Studierende, Absolventinnen und Bewerberinnen anspricht. So verwendet das Unternehmen in seinen Texten und Stellenausschreibungen durchgängig sowohl die männliche als auch die weibliche Form. Damit sollen gezielt weibliche Studierende, Absolventinnen und Bewerberinnen angesprochen werden. Mit dieser Maßnahme möchte sich der Konzern einen höheren Anteil an Absolventinnen speziell der technischen Hochschulen sichern. Studentenbefragungen belegen, dass diese Maßnahmen Wirkung zeigen und Frauen mit einer technischen Ausbildung STRABAG in der Liste attraktiver Arbeitgeber weit oben einreihen – 2016 kletterte STRABAG laut Universum Student Survey von Rang 7 auf Rang 2 bei den weiblichen Studierenden im Bereich Ingenieurswesen/IT.
    Die Maßnahmen setzen aber auch einen Schritt früher an, nämlich bei den Schülerinnen: Einige Organisationseinheiten im Konzern richten in Deutschland und in Österreich regelmäßig Veranstaltungen im Rahmen des Töchtertags bzw. des Girls‘Day aus.
  • Vereinbarkeit von Karriere und Familie
    Insbesondere im Hinblick auf Potenzial- und Leistungsträgerinnen und -träger konkurriert STRABAG mit anderen Bauunternehmen um flexible und möglichst mobile Mitarbeitende. STRABAG möchte ihre Attraktivität als Arbeitgeberin auch mittels einer besseren Vereinbarkeit von Karriere und Familie steigern. So haben die jeweiligen Familien die Möglichkeit, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die beruflich ins Ausland entsendet werden, zu begleiten. Weiters ist im Jahr 2014 ein Leitfaden hinsichtlich Elternkarenz/Elternzeit- und Rückkehrmanagement ausgearbeitet worden. Das entsprechende Pilotprojekt, mit dem dieser Leitfaden in der Praxis Anwendung findet, wurde 2015 in Österreich und 2016 in Deutschland gestartet. Ein weiteres Pilotprojekt zur generellen Flexibilisierung der Arbeitszeit wurde in einer lokalen Organisation in Österreich in Gang gesetzt. Die Maßnahmen zeitigen auch Erfolge: 2016 wurden die beiden Konzerngesellschaften STRABAG AG, Köln, und Ed. Züblin AG von der Zeitschrift ELTERN in Zusammenarbeit mit dem Statistik-Portal statista unter die familienfreundlichsten deutschen Unternehmen in den Branchen „Baugewerbe, Rohstoffe, Energie und Herstellung von Baustoffen“ gereiht.
  • Karriereförderung
    Es bestehen keine Gehaltsunterschiede zwischen Männern und Frauen bei gleichwertiger Tätigkeit und gleicher Ausbildung. Die Ergebnisse von Befragungen im Unternehmen, von Workshops und Analysen deuten eher darauf hin, dass darauf zu achten ist, Frauen bei Beförderungen und Weiterbildung angemessen zu berücksichtigen. Daher wird besonders im Rahmen des bestehenden Potenzialmanagements sowie bei der Zusammenstellung von Teams und Arbeitskreisen Augenmerk auf eine angemessene Repräsentation von Frauen gelegt, und dies wird regelmäßig gemessen. Neben den Veranstaltungen für Mitglieder des Potenzialmanagement-Pools unterstützt der Konzern seine weiblichen Beschäftigten bei der eigenen Karriereplanung und der Fortbildung, indem er speziell für Frauen konzipierte Seminarangebote im Rahmen der Konzernakademie anbietet. Außerdem bietet er allen Mitarbeiterinnen die Möglichkeit, sich über das Intranet auf einer dafür vorgesehenen Plattform miteinander zu vernetzen – ein Angebot, das über 280 Mitarbeiterinnen (2015: >180) bereits in Anspruch genommen haben. Um die Sichtbarkeit von Frauen im Konzern zu erhöhen und die persönliche Vernetzung zu unterstützen, fand zudem 2015 erstmals der „STRABAG-Technikerinnentag“ in Wien statt. 2016 begannen die Planungen zu einer 2017 startenden vergleichbaren Veranstaltungsreihe in Deutschland.

Performance
2016 betrug der Anteil von Frauen an der Beschäftigtenanzahl im gesamten Konzern 14,9 % nach 13,9 % im Jahr zuvor. Das Konzernmanagement – also Personen mit einer leitenden Stellung im Sinn des § 80 AktG – ist erst zu 8,4 % weiblich (2015: 8,7 %). Im fünfköpfigen Vorstand der STRABAG SE findet sich derzeit keine Frau. Hervorzuheben ist jedoch, dass dem STRABAG SE-Aufsichtsrat – bestehend aus elf Personen – 2016 drei weibliche Mitglieder angehörten, nämlich Kerstin Gelbmann, Gulzhan Moldazhanova (seit 13.1.2016) und Magdolna P. Gyulainé. Damit ergibt sich im Aufsichtsrat ein Frauenanteil von rund 27 % und bei den vom Betriebsrat entsandten Mitgliedern im Aufsichtsrat ein Anteil von 20 %.






Ziele
  • Jährliche Steigerung des Frauenanteils im Unternehmen konzernweit und im Management
  • Gezielte Suche und Auswahl von weiblichem Fachpersonal
  • Geschlechtsunabhängige und systematische Förderung von Potenzialträgerinnen und Potenzialträgern im Rahmen der Personalentwicklung
  • Abbau von Interessendifferenzen hinsichtlich Karriere und Familie



    Auf der Website veröffentlicht am 27.07.2015 – Zuletzt publiziert am 12.09.2017 9:51:36
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