Risikomanagement

Die STRABAG Gruppe ist im Rahmen ihrer unternehmerischen Tätigkeit einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die durch ein aktives Risikomanagementsystem erhoben, beurteilt und mit einer adäquaten Risikopolitik bewältigt werden.

Risikomanagementsystem

Das aktive Risikomanagementsystem dient zur Früherkennung, Vermeidung und Reduktion unternehmensgefährdender Risiken. Die Organisation des Risikomanagements der STRABAG baut auf dem projektbezogenen Baustellen- und Akquisitionscontrolling auf, ergänzt durch das übergeordnete Prüfungs- und Steuerungsmanagement. Die Tätigkeit wird durch eine Vielzahl von Regelungen und Maßnahmen unterstützt. Dazu gehören:
  • ein zertifiziertes Qualitätsmanagement-System

  • interne Konzernrichtlinien für den Workflow in den operativen Bereichen

  • zentrale Administration, Controlling, Contract Management und Revision: Die Revision überwacht die Einhaltung konzernweiter Richtlinien im technischen und kaufmännischen Bereich. Das zentral organisierte Contract Management optimiert durch die Erstellung von konzernweit geltenden Qualitätsstandards bei der Angebots- und Nachtragsbearbeitung die Durchsetzungsfähigkeit unserer Forderungsansprüche.

Im Rahmen der konzerninternen Risikoberichterstattung wurden folgende zentrale Risikogruppen definiert:

Externe Risiken

Die gesamte Bauindustrie ist zyklischen Schwankungen unterworfen und reagiert regional und nach Sektoren unterschiedlich empfindlich.
  • Diese Risiken werden von den zentralen Fachbereichen und den operativen Einheiten kontinuierlich beobachtet und überwacht.

  • Veränderungen bei den externen Risiken führen zu Anpassungen der Organisation, Marktpräsenz und Angebotspalette sowie zur Adaptierung der strategischen bzw. operativen Planung.

Betriebliche Risiken

Hierzu zählen in erster Linie die komplexen Risiken der Auftragsauswahl und der Auftragsabwicklung.
  • Zur Überprüfung der Auftragsauswahl werden Akquisitionslisten geführt.

  • Zustimmungspflichtige Geschäftsvorfälle werden von den Bereichs- und Direktionsleitern bzw. dem Vorstand entsprechend den internen Geschäftsordnungen analysiert und genehmigt.

  • Kalkulations- und Abgrenzungsrichtlinien regeln ein einheitliches Verfahren zur Ermittlung von Auftragskosten und zur Leistungsdarstellung auf unseren Baustellen.

  • Die Auftragsabwicklung wird vom Baustellen-Team vor Ort gesteuert und darüber hinaus durch monatliche Soll-Ist-Vergleiche kontrolliert;

  • Parallel erfolgt eine permanente kaufmännische Begleitung durch das zentrale Controlling.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Hierunter verstehen wir Risiken im Finanz- und Rechnungswesen einschließlich Manipulationsvorgänge, insbesondere Liquiditäts- und Forderungsmanagement.
  • Finanzplanungen und tägliche Statusberichte sichern die Liquidität.

  • Die Einhaltung der internen kaufmännischen Richtlinien wird durch die zentralen Fachbereiche Rechnungswesen und Controlling sichergestellt.

  • Risiken aus rechtswidrigen Manipulationsvorgängen werden von den zentralen Bereichen im Allgemeinen und der internen Revision im Besonderen verfolgt.

Organisatorische Risiken

Risiken bei der qualitativen und quantitativen Personalausstattung werden von der zentralen Personalabteilung unter Zuhilfenahme spezialisierter Datenbanken abgedeckt.
  • Für die Gestaltung und Infrastruktur der STRABAG IT-Ausstattung ist der zentrale Bereich Informationstechnologie verantwortlich

  • Er wird gesteuert durch einen internationalen IT-Lenkungsausschuss.

Personalrisiken

Die Erfahrungen der vergangenen Jahre zeigen, dass gut qualifiziertes und hoch motiviertes Personal einen wichtigen Wettbewerbsfaktor darstellen.
  • eignungsdiagnostische Analyseverfahren im Rahmen von Management-Potential-Analysen sichern eine optimale Persionalenwicklung
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  • In Feedback-Gesprächen setzen sich Konzernführung und Führungskräfte gemeinsam mit den Themen Nachfolgeplanung, Motivation, Bindung zum Unternehmen und soziale Kompetenz auseinander.

Beteiligungsrisiken

Die Einflussnahme auf die Geschäftsführung von Beteiligungsgesellschaften erfolgt aus der Gesellschafterstellung und gegebenenfalls bestehenden Beiratsfunktionen heraus.
Auf der Website veröffentlicht am 05.10.2007 - Zuletzt publiziert am 6.9.10 10:46:12