Die Eigentümerfamilie des führenden Verkehrswegebauunternehmens von Baden-Württemberg, der F. Kirchhoff AG, hat in einer a.o. Hauptversammlung am 6. März 2008 eine Kapitalerhöhung beschlossen und in diesem Zuge der STRABAG eine Mehrheitsbeteiligung eingeräumt.
Wien, 10. März 2008 – Das traditionsreiche Bauunternehmen Kirchhoff (Gründungsjahr: 1925) ist zu-sammen mit seinen zahlreichen Tochter- und Beteiligungs-Firmen bundesweit die Nr. 3 im Straßenbau und Marktführer in Baden-Württemberg. Daneben ist Kirchhoff mit einer Vielzahl von eigenen Werken auch in der Rohstoffgewinnung und Rohstoffveredelung sowie im Hoch- und Ingenieurbau erfolgreich. In den letzten Jahren hat sich Kirchhoff darüber hinaus in der Erneuerung und Sanierung von Start- und Landebahnen – unter laufendem Betrieb – national wie international einen Namen gemacht. Beschäftigt werden 1.600 Mitarbeiter, die im letzten Jahr eine (konsolidierte) Bauleistung von über € 350 Mio erwirtschaftet haben.
STRABAG SE, mit € 10,7 Mrd. Bauleistung, schon bisher die Nummer 1 unter den deutschen Baufirmen, hatte bisher einen „weißen Fleck“ in Baden-Württemberg. Daher stellt der Einstieg bei der Kirchhoff-Gruppe eine geradezu ideale Ergänzung dar, mit der die STRABAG ihre Marktposition im deutschen Straßenbau schlagartig verstärkt. Dabei soll die Selbständigkeit des Unternehmens und die Marke Kirchhoff erhalten und über die Landesgrenzen hinaus weiter ausgebaut werden.
STRABAG SE Vorstandsvorsitzender Hans Peter Haselsteiner zeigte sich denn auch hoch erfreut über den gelungenen Coup: „Wir kennen das Traditions-Unternehmen Kirchhoff schon sehr lange und haben es wegen seiner Marktstellung in der Region immer sehr bewundert. Dass Kirchhoff jetzt zur STRABAG-Familie gehört, macht uns stolz und stärkt unsere Wettbewerbsposition im deutschen Markt ganz gewaltig. Besonders freut es uns, dass die Familie Kirchhoff weiter als Miteigentümer an Bord bleibt und ihre Repräsentanten bereit sind, ihre langjährigen Erfahrungen auch in Zukunft im Aufsichtsrat zur Verfügung zu stellen.“
Der amtierende und künftige Aufsichtsrats-Vorsitzende der F. Kirchhoff AG, der Stuttgarter Wirtschaftsanwalt Prof. Dr. Mark K. Binz, dessen Kanzlei die im Januar aufgenommenen Verhandlungen im Auftrage der Familie Kirchhoff und des Unternehmens geführt hat, erklärte: „Wir haben in den letzten Wochen mit mehreren Bewerbern verhandelt. Bei keinem anderen Unternehmen waren die Synergieeffekte und die unternehmerische Logik eines Zusammenschlusses so groß wie bei der Strabag. Zudem hat der Vorstand der Strabag von sich aus Wert darauf gelegt, Kirchhoff als eigenständiges Unternehmen mit der vorhandenen Führungsmannschaft fortzuführen und kapitalmäßig so auszustatten, dass Kirchhoff seine ehrgeizigen Expansionspläne im In- und Ausland mit eigenen Mitteln finanzieren kann. Damit wird das Unternehmen schon in wenigen Jahren in einer ganz anderen Liga mitspielen.“
Der Zusammenschluss ist rückwirkend zum 1. Januar 2008 vereinbart, bedarf zu seiner Wirksamkeit aber noch der Zustimmung der zuständigen Kartellbehörden.
STRABAG SE ist einer der führenden europäischen Baukonzerne. Mit rund 60.000 Mitarbeitern wird im Geschäftsjahr 2007 eine Bauleistung von voraussichtlich EUR 11 Mrd. erbracht. Ausgehend von den Kernmärkten Österreich und Deutschland ist die STRABAG über ihre zahlreichen Tochtergesellschaften in allen ost- und südosteuropäischen Ländern, in ausgewählten Märkten Westeuropas, auf der Arabischen Halbinsel sowie in Kanada, Chile und Indien präsent. Die STRABAG deckt dabei die gesamte Leistungspalette (Hoch- und Ingenieurbau, Straßenbau, Tunnelbau) sowie die Bauwertschöpfungskette ab. Infos auch unter www.strabag.com.