Wachstumstreiber - So wollen wir weiter erfolgreich bleiben

§ Ausbau der Marktposition

STRABAG ist ein europäischer Konzern mit den Heimatmärkten Österreich und Deutschland. Eine führende Marktstellung, nicht nur in diesen beiden Heimatmärkten, sehen wir als einen kritischen Erfolgsfaktor. Im vergangenen Jahr hatten wir uns zum Ziel gesetzt, unsere starken Marktpositionen zu halten bzw. auszubauen – was uns auch gelungen ist! Wir sind weiterhin die Nummer 1 in Österreich, Deutschland und Ungarn sowie die Nummer 3 in Tschechien. In Polen stiegen wir um einen Rang auf Platz 2 auf. In der Slowakei und in Rumänien haben wir uns von Platz 2 auf den 1. Platz vorgearbeitet.

Im Jahr 2009 haben wir mehr als 80 % unserer Leistung in jenen Ländern erwirtschaftet, in denen wir eine Marktposition unter den Top-3-Bauunternehmen innehatten. Mit einem Leistungsanteil von 30 % in Osteuropa haben wir eine einzigartige Stellung im Vergleich zu unseren Mitbewerbern und sind Marktführer im Bausektor Zentral- und Osteuropas.





§ Sicherung des Zuganges zu Ressourcen

Der Zugang zu Ressourcen bietet einen signifikanten Wettbewerbsvorsprung, weil Genehmigungen etwa für neue Produktionsanlagen in jenen Regionen, in denen solche bereits vorhanden sind, nur zurückhaltend gewährt werden. Unsere Rohstoffversorgung aus dem Konzern hilft uns auch, die Abhängigkeit von Drittlieferanten zu reduzieren und so den Zugriff auf Rohstoffe besser planen zu können.

Wir verfügen bereits über ein weit reichendes Rohstoff-Netzwerk, das besonders in den Heimatmärkten und in einigen Wachstumsmärkten sehr dicht ist. Im Vorjahr hatten wir uns das Ziel gesetzt, weiter von eigenen Ressourcen zu profitieren und unser Rohstoff-Portfolio zu optimieren. Dies ist uns großteils gelungen: Mit 3251) Asphaltmischanlagen (2008: 348) und 183 Betonmischanlagen (199) haben wir den Deckungsgrad der Versorgung des Konzerns aus eigener Produktion erhöht. Nur im Bereich Stein und Kies wurden heuer nur 17 % des Bedarfes – nach 19 % im Vorjahr – durch eigene Ressourcen abgedeckt. Die Anzahl der aktiven Produktionsstätten sank hier von 188 auf 179 Werke.





§ Public-Private-Partnerships (PPP) und Konzessionsprojekte

Public-Private-Partnerships (PPP) haben in den vergangenen Jahren in der Beschaffung der öffentlichen Hand zunehmend an Bedeutung gewonnen. Dabei handelt es sich um eine Zusammenarbeit der öffentlichen Hand mit dem privaten Sektor bei der Finanzierung, der Errichtung, der Instandhaltung und dem Betrieb von Infrastrukturprojekten. Konzessionsprojekte bieten einen kontinuierlichen Einkommensstrom – auch dann, wenn sich die Baukonjunktur in einer ungünstigen Phase befindet.

Seit beinahe zwei Jahrzehnten bearbeiten wir erfolgreich das Geschäftsfeld der Betreibermodelle und verfügen im Hochbau- und Infrastrukturbereich über ein Portfolio von 29 Projekten mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von knapp € 8,0 Mrd. Allein im Geschäftsjahr 2009 erhielten wir den Zuschlag für sechs neue Projekte mit einem Investitionsvolumen von € 2,3 Mrd. Dafür wurden Investitionsmittel von € 40,6 Mio. in Form von Eigenkapital und Gesellschafterdarlehen bereitgestellt.





§ Ausbau des Servicegeschäftes und von Nischensegmenten

Bisher tätigten wir Akquisitionen vor allem zur Stärkung unserer Marktanteile, da sich unser strategisches Ziel der Marktführerschaft durch organisches Wachstum allein nicht erreichen ließ. Da aber im Geschäftsjahr 2008 die Leistung allein durch Zukäufe um € 2,0 Mrd. anstieg, nutzten wir das Jahr 2009 – wie geplant – zur Integration der erworbenen Unternehmen. Wir hielten die Akquisitionstätigkeit auf sehr niedrigem Niveau.

Wichtiger noch als Akquisitionen zur Festigung der Marktstellung sind uns die Verlängerung der Wertschöpfungskette und die Besetzung von Nischensegmenten wie z.B. dem Eisenbahnbau, dem Property & Facility Geschäft und der Umwelttechnik. Die Breite unseres Leistungsportfolios macht uns nämlich zu einem wertvollen Partner für unsere Kunden, da sie alles aus einer Hand erhalten. Zudem sind wir unabhängiger von einzelnen Bausegmenten, wenn wir viele verschiedene Leistungen anbieten können.





§ Strengste Kosten- und Risikodisziplin

Für mehrere Jahre war es unser Ziel, unsere EBITDA- und EBIT-Margen zu steigern. Eine kontinuierliche Verbesserung war uns aufgrund der Marktgegebenheiten aber nicht möglich, sodass unsere EBIT-Marge im Jahr 2009 nur leicht auf 2,3 % zunahm, nachdem sie 2008 von 3,2 % auf 2,2 % gesunken war.

Die Eigenkapitalquote sehen wir als geeignete Kennzahl an, die finanzielle Stabilität und Potenz von STRABAG zu messen. So können sich etwa nur finanziell starke Unternehmen an PPP-Projekten beteiligen, da die Baufirmen solche Projekte selbst mit einem Teil Eigenkapital finanzieren müssen. Mittelfristig fühlen wir uns mit einer Eigenkapitalquote (Eigenkapital/Gesamtkapital) zwischen 20 % und 25 % wohl. Per Ende Dezember 2009 lag sie bei 32,2 %.

Wir legen weiterhin Wert auf Kosteneffizienz, disziplinierten Kapitaleinsatz und ein engmaschiges Risikomanagement.

Details zu unseren Wachstumstreibern finden Sie in unserem Geschäftsbericht 2009

Auf der Website veröffentlicht am 18.05.2009 - Zuletzt publiziert am 6.9.10 10:07:22