| § Weitreichendes Ländernetzwerk
Ausgehend von unseren Kernmärkten Österreich und Deutschland, sind wir über zahlreiche Tochtergesellschaften in ost- und südosteuropäischen Ländern, in ausgewählten Märkten Westeuropas und zunehmend auf anderen Kontinenten tätig. Rund 74 % der Leistung erbringen wir in Märkten, in denen wir eine der drei Top-Positionen innehalten, dazu zählen Österreich, Deutschland, Ungarn, die Slowakei, Polen und Rumänien. Diese breite Streuung gewährleistet uns eine Risikodiversifizierung. Stürzt ein Markt komplett ab, sind wir in den anderen Märkten aktiv, um diesen Verlust auszugleichen. Wir besitzen in nahezu allen Märkten – ausgenommen in Ländern, in denen wir Direct Export betreiben – eine ausreichende Größe, um auch bei Ausschreibungen zu Großprojekten mit bieten zu können. Das Management der Länderorganisationen stammt hauptsächlich aus demselbigen Land. Dies garantiert, dass das Management mit dem lokalen Markt sehr vertraut ist.
§ Organisationsstruktur mit zentralen Einheiten
Unter der Konzernobergesellschaft STRABAG SE agieren rechtlich selbstständige Landesgesellschaften auf dem Markt. Das oberste Gliederungskriterium ist das Segment, das aus zahlreichen Unternehmensbereichen besteht. Die operativen Tätigkeiten übernehmen die Direktionen, innerhalb der Unternehmensbereiche. Die konzernweiten Zentralbereiche stellen diverse Dienstleistungen für den Konzern zur Verfügung. Die Konzernstabsbereiche sind verantwortlich für Recht, Vertragsmanagement (Contract Management) sowie Interne Revision und berichten direkt an den Vorstandsvorsitzenden.
§ Stabile Aktionärsstruktur
Die STRABAG Aktien sind auf vier Kernaktionäre verteilt. Dazu zählen die Haselsteiner Gruppe, Raiffeisen Gruppe, Uniqa Gruppe und Rasperia Trading. Diese vier Kernaktionäre besitzen halten insgesamt 77 % der STRABAG Aktien. Die restlichen 23 % befinden sich in Streubesitz in Händen von Investoren aus Kontinentaleuropa, gefolgt von Anlegern in Großbritannien und Irland, in Nordamerika sowie in Österreich. Dank dieser Struktur, können strategische Entscheidungen, die das Wohl des Unternehmens fördern, schnell und unkompliziert getroffen und rasch umgesetzt werden.
§ Starke finanzielle Basis
Im Vergleich zu ihren Mitbewerbern, verfügt STRABAG über eine sehr zufriedenstellende finanzielle Basis. Die Eigenkapitalquote (EK-Quote) beträgt 31,1 %. Die EK-Quote sehen wir als geeignete Kennzahl an, die finanzielle Stabilität und Potenz von STRABAG zu messen. So können sich etwa nur finanziell starke Unternehmen an PPP-Projekten beteiligen, da die Baufirmen solche Projekte selbst mit einem Teil Eigenkapital finanzieren müssen. Weiters legen wir Wert auf Kosteneffizienz, disziplinierten Kapiteleinsatz und ein engmaschiges Risikomanagement. Derzeit werden wir von der Rating-Agentur Standard & Poor’s mit BBB-, Outlook „stable“ bewertet.
§ Dichtes Rohstoffnetzwerk
Der Zugang zu Ressourcen bietet einen signifikanten Wettbewerbsvorsprung, weil Genehmigungen etwa für neue Produktionsanlagen in jenen Regionen, in denen solche bereits vorhanden sind, nur zurückhaltend gewährt werden. Unsere Rohstoffversorgung aus dem Konzern hilft uns auch, die Abhängigkeit von Drittlieferanten zu reduzieren und so den Zugriff auf Rohstoffe besser planen zu können. Wir verfügen bereits über ein weit reichendes Rohstoff-Netzwerk, das besonders in den Heimatmärkten und in einigen Wachstumsmärkten sehr dicht ist. Zu unserem Netzwerk zählen Asphaltmischanlagen, Betonmischanlagen, Stein- und Kies-Gruben sowie Zementwerke.
§ Geografisch expandieren
Gerade in wirtschaftlich schwierigeren Zeiten ist es wichtig, nicht von einigen wenigen Märkten abhängig zu sein. Wir engagieren uns deshalb nun verstärkt auch außerhalb Europas bei Projekten, bei denen hohes technologisches Know-how gefragt ist – wie etwa in Indien, in Kanada oder im Nahen Osten. Trotz unserer internationalen Tätigkeit sehen wir uns als europäischen Baukonzern. Hier liegen unsere Wurzeln und unsere Kernländer. Internationale, d.h. außereuropäische Märkte bearbeiten wir nur im Rahmen des Direct Export-Geschäftes.
§ Public-Private Partnerships
Seit zwei Jahrzehnten bearbeiten wir erfolgreich das Geschäftsfeld der Betreibermodelle und verfügen im Hochbau-und Infrastrukturbereich über ein Portfolio von 33 Projekten mit einem bereinigten Gesamtinvestitionsvolumen von € 8,94 Mrd. (2009: 7,97 Mrd.). Im Geschäftsjahr 2010 erhielten wir den Zuschlag für vier neue Projekte mit einem Investitionsvolumen von € 1,10 Mrd. Dafür wurden Investitionsmittel von € 17,06 Mio. in Form von Eigenkapital und Gesellschafterdarlehen bereitgestellt. In Summe hatten wir per Ende 2010 damit anteiliges Eigenkapital in Höhe von € 375,08 Mio. in Konzessionsprojekten investiert und uns zu weiteren € 43,82 Mio. auf insgesamt € 418,90 Mio. verpflichtet.
§ Aktivitäten in Nischenmärkten intensivieren
Die vergangenen Jahre haben gezeigt, wie wichtig nicht nur die geografische, sondern auch die produktorientierte Diversifizierung im Baugewerbe ist. STRABAG ist daher nicht nur im Hoch-, Ingenieur-, Straßen- und Tunnelbau engagiert, sondern intensiviert ihre Aktivitäten immer mehr auch in Nischenbereichen, z.B. im Eisenbahnbau, in der Umwelttechnik und im Wasserstraßenbau. Hier bieten wir unseren Kunden nicht nur die Planung, den Bau und zum Teil auch die notwendige Technologie an; sie profitieren zudem von der langjährigen Erfahrung und dem Know-how unserer Mitarbeiter sowie dem Einsatz von Großmaschinen auf dem neuesten Stand der Technik und den STRABAG-eigenen Technologien und Patenten. Durch diese speziellen Technologien machen wir uns unabhängiger vom Preisdruck im Bausektor.
§ Die Wertschöpfungskette verlängern
Wir verstehen uns als Anbieter der gesamten Palette an Baudienstleistungen. Erfolgt von der Planung über die Errichtung bis hin zum Betrieb des Bauwerkes alles aus einer Hand, reduziert dies die Schnittstellen und vereinfacht damit den Prozess für unseren Kunden. Daher haben wir unsere Wertschöpfungskette in den vergangenen Jahren hinsichtlich zweier neuer Geschäftsfelder erweitert. Zum einen engagieren wir uns durch unsere Tochtergesellschaft STRABAG Property & Facility Services (STRABAG PFS) im Property and Facility Management. Zum anderen erwarben wir EFKON, ein Unternehmen, das im Bereich von intelligenten Transport- und elektronischen Mautsystemen, Zahlungsanwendungen in Verbindung mit einer multiapplikationsfähigen zentralen Verrechnungsstelle sowie Fahrzeug-zu-Fahrzeug- und Fahrzeug-zu-Infrastruktur-Kommunikation führend ist.
Wir legen weiterhin Wert auf Kosteneffizienz, disziplinierten Kapitaleinsatz und ein engmaschiges Risikomanagement.
Details zu unseren Wachstumstreibern finden Sie in unserem Geschäftsbericht 2010 |