Ökonomische Verantwortung

KUNDENZUFRIEDENHEIT

Der langfristige, nachhaltige Erfolg ist unser Ziel. Daher stehen die Anforderungen und Erwartungen unserer Kundinnen und Kunden im Herzen jedes einzelnen Projekts.

Projekte und Initiativen

Wir haben an dieser Stelle bereits über die Absicht berichtet, die konzerneinheitliche Systematik zur Messung der Kundenzufriedenheit für Bauprojekte weiterzuentwickeln, indem der Feedback-Fragebogen im Sinne einer gesteigerten Aussagekraft angepasst und der Prozess der Befragungen applikationsgestützt gesteuert wird. Die Umstellung der Systematik ist planmäßig zu Jahresbeginn 2021 erfolgt, sodass wir die Ergebnisse auf Projektebene bereits im Jahresverlauf evaluieren und nutzen können und Auswertungen betreffend das Berichtsjahr 2021 für die operativen Einheiten und für die Konzernberichterstattung zur Verfügung stehen werden.

In der Folge wollen wir prüfen, wie weit die Methodik (für Bauprojekte) auch auf weitere Geschäftsfelder der STRABAG übertragen werden kann, um ein möglichst vollständiges Bild zur Kundenzufriedenheit zu erhalten und im Sinne unserer Zielsetzungen (zur Steigerung der Zufriedenheit) nutzen zu können.

Ziele und Indikatoren

Die Kundenzufriedenheit zu steigern, um einen möglichst hohen Anteil an Stammkundinnen und Stammkunden zu gewinnen und zu bewahren, ist das vom Vorstand definierte, übergeordnete Ziel. Konkret ist etwa im Strategieprogramm FASTER TOGETHER 2022 festgelegt, dass 10 % der Leistung des Konzerns mit Projekten in Partnering-Modellen umgesetzt werden sollen.

Die Messung der Kundenzufriedenheit mittels Kundenbefragung erfolgt seit 2005 für Bauprojekte nach einem einheitlichen Konzernstandard. Dabei wird die Auftraggeberschaft in allen Konzernländern über eine schriftliche Befragung projekt- oder vertragsbezogen zu den folgenden fünf Aspekten um ihre Bewertung gebeten: Umgang mit Mängeln und Beschwerden; Dokumentation und Berichtswesen; Kompetenz der Bauleitung; Kompetenz des Poliers bzw. der Polierin; Ordnung und Sauberkeit auf der Baustelle.


¹ Der Erfüllungsgrad stellt das arithmetische Mittel aus den Kundenbewertungen der Segmente Nord + West und Süd + Ost zu den o. g. fünf Aspekten dar.

Auch im Betrachtungszeitraum 2015–2020 konnten wir die Erwartungen unserer Kundinnen und Kunden erfüllen.

Mehr zum Thema Kundenzufriedenheit finden Sie im aktuellen Geschäftsbericht.

DIGITALISIERUNG UND INNOVATION



Digitalbasierte Informations- und Kommunikationstechnologien eröffnen uns scheinbar grenzenlose Möglichkeiten der Gestaltung und Entfaltung. Gleichzeitig werden die Grenzen natürlicher Ressourcen, die Auswirkungen der Klimaveränderungen, die rapide schrumpfende Biodiversität immer deutlicher sichtbar. Ebenso steigt der Bedarf für mehr und besseren Wohnraum, für zeitgemäße Arbeits- und Produktionsstätten sowie für die Modernisierung und Instandhaltung von Verkehrsinfrastrukturen nach wie vor. In diesem Spannungsfeld liegen einige der großen Herausforderungen mit direktem Bezug zum Bauen.

Die Bau- und Immobilienwirtschaft ist der Wirtschaftssektor mit dem größten Ressourcenverbrauch. Und STRABAG ist einer der großen, weltweit tätigen Baukonzerne Europas. Damit tragen wir Verantwortung. Das bedeutet auch, sich aktiv an der Entwicklung von Lösungen zu beteiligen. Dabei orientiert sich STRABAG bei der Lösungsfindung an den Vorgaben des European Green Deal. STRABAG will die führende Technologiepartnerin für das Bauen von morgen sein. Um dieser Vision gerecht zu werden, muss die laufende, vorwiegend dezentrale Entwicklungsarbeit systematisiert werden, sodass der gesamte Konzern rascher von Innovationen profitiert.

Damit STRABAG weiterhin ihre Wettbewerbsfähigkeit festigen und steigern kann, wollen wir neue Formen der Zusammenarbeit angehen, mit Externen und innerhalb unseres Konzerns. Wir müssen auch als Organisation diesen geänderten Rahmenbedingungen Rechnung tragen.

Projekte und Initiativen

Durchschnittlich werden im Konzern über 100 Entwicklungsprojekte im Jahr durchgeführt, die die gesamte Wertschöpfungskette im Bau umfassen. Generell ist ein Trend zum datenbasierten Planen, Bauen und Betreiben erkennbar.

Auf unserer Innovationswebsite berichten wir über die wichtigsten Arbeiten in diesem Bereich und vernetzen damit das Management, die Auftraggeberschaft, die Investorenseite und nicht zuletzt unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Ziele und Indikatoren

Im Vordergrund der Prozessoptimierung steht eine höhere Durchdringung von digitalen Methoden. Ein weiterer Fokus liegt auf der Weiterentwicklung effizienter und kollaborativer, digitalgestützer Arbeitsweisen mit der Auftraggeberseite und mit Partnerunternehmen. Die Indikatoren beziehen sich folglich auf die digitale Durchdringung auf der Baustelle sowie am Arbeitsplatz

  • Erfassung und Auswertung von Maschinendaten ab dem Jahr 2019: Im Jahr 2019 erreichten wir bereits eine Quote von 34 %, 2020 lag sie bei 37 %. Zusätzlich wurden in ca. 600 Nutzfahrzeugen Telematiksysteme verbaut.
Ziel: Weitere jährliche Erhöhung dieser Quote
  • BIM 5D®-Arbeitsplätze: STRABAG baut Zug um Zug ihre CAD-Arbeitsplätze zur Nutzung der BIM 5D®-Technologie für Hoch- und Ingenieurbau, Verkehrswegebau und Infrastrukturprojekte aus. Die Anzahl der BIM-fähigen Arbeitsplätze wächst dadurch stetig und lag 2020 konzernweit bei 1.908. Das entspricht einer Steigerung um 23 % gegenüber dem Vorjahr.
Ziel: Zweistelliges Wachstum im Jahr 2021
  • Bereitstellung von Forschungs- und Entwicklungsfördermitteln durch den Konzern: € rd. 17 Mio. (2019: € rd. 17 Mio.)
Ziel: Mindestens auf Vorjahresniveau halten

Mehr zu Digitalisierung und Innovation finden Sie im aktuellen Geschäftsbericht.

RISIKEN- UND CHANCENMANAGEMENT

Die STRABAG-Gruppe steht im Rahmen ihrer unternehmerischen Tätigkeit einer Vielzahl von Risiken und Chancen gegenüber. Diese werden durch ein proaktives Risikomanagement systematisch erhoben, bewertet und im Rahmen einer adäquaten Risikomanagementpolitik konsequent und zielorientiert gesteuert.

Projekte und Initiativen

Im Geschäftsjahr 2020 wurde das Risikomanagementsystem des STRABAG-Konzerns durch folgende Änderungen und Erweiterungen verbessert:
  • Verbesserung der Entscheidungsgrundlagen in der Projektbeschaffungsphase durch standardisierte Projektpräsentationen für Präqualifikation, Selektionsgespräch und Preiskommission mit verpflichtender Anwendung bei Groß- und Megaprojekten nach einer vereinbarten Erprobungsphase
  • Entwicklung und Implementierung einer Tablet-optimierten App für das Management mit einfachem Zugriff auf transparente und aggregierte Entscheidungsgrundlagen für Selektion und Preiskommission sowie einem integrierten Aufgabenmodul für Freigabeerfordernisse
  • Weitere Reduzierung und Verdichtung des standardisierten Ursachenkatalogs für die Zuordnung wesentlicher positiver und negativer Ergebnisursachen sowie Fortsetzung der Durchführung von Workshops und projektbezogenen Plausibilisierungsgesprächen zur Anwendung des Ursachenkatalogs mit Analyse von Ursachen-Wirkungs-Beziehungen

Ziele und Indikatoren

Vorrangiges Ziel ist der langfristige Fortbestand unseres Unternehmens. Dabei achten wir weiterhin auf Kosteneffizienz und stellen einen disziplinierten Kapitaleinsatz sicher. Die EBIT-Marge ist unsere wichtigste finanzielle Steuerungsgröße. Sie ist vor allem für unsere Investorinnen und Investoren entscheidend.


¹ 2016 bereinigt um einen nicht-operativen Ertrag in Höhe von € 27,81 Mio. 2018 bereinigt um einen nicht-operativen Aufwertungsgewinn in Höhe von € 55,31 Mio.

Wir haben uns zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2022 eine EBIT-Marge (EBIT/Umsatz) von 4 % zu erreichen. 2020 führte das Zusammentreffen vieler positiver Faktoren zu einem außergewöhnlichen Level von 4,3 %.

Mehr zum Risiko- und Chancenmanagement finden Sie im aktuellen Geschäftsbericht.



Auf der Website veröffentlicht am 27.07.2015 – Zuletzt publiziert am 08.06.2021 13:29:40
DOWNLOADS
LINKS