Biodiversität

Ganzheitliches Management für eine lebenswerte Zukunft

Biodiversität ist ein entscheidendes Element der natürlichen Systeme unseres Planeten, das wesentliche Ökosystemleistungen erbringt. Der Verlust der biologischen Vielfalt hat in den letzten Jahren erheblich zugenommen. Über 90 Prozent davon sind auf folgende fünf Hauptfaktoren zurückzuführen: Boden-Degradation & Lebensraumzerstörung, Ausbeutung von Ressourcen, Klimakrise, Umweltverschmutzung und invasive Arten.

Foto eines Schmetterlings auf einer Blume sitzend. Im Hintergrund ist eine Baustelle zu sehen © STRABAG

Biodiversitätsmanagement in der Baubranche

Die Baubranche hat einen erheblichen Einfluss auf Biodiversität und Ökosysteme. Die Auswirkungen zeigen sich insbesondere entlang der vorgelagerten Wertschöpfungskette, speziell in der Gewinnung von Rohstoffen für die Herstellung von Baustoffen. Zusätzlich werden Flächen im Zuge von Bauprojekten umgewandelt und versiegelt. Beides führt dazu, dass wichtige Lebensräume fragmentiert und die Landnutzung maßgeblich verändert wird. Das stellt eine bedeutende Herausforderung für Flora, Fauna und Funga dar.

Die gute Nachricht ist: Die Baubranche hat auch vielfältige Möglichkeiten, einen positiven Beitrag zu leisten. Durch biodiversitätsfreundliche Planung und gezielte Renaturierungsmaßnahmen können neue Lebensräume für Flora, Fauna und Funga geschaffen werden. Darüber hinaus tragen innovative Ansätze dazu bei, natürliche Ökosysteme zu schützen und die Artenvielfalt langfristig zu fördern.

Projekte und Maßnahmen zum Schutz unserer Ökosysteme

STRABAG baut derzeit ein konzernweites Biodiversitätsmanagement auf und entwickelt dafür bestehende Management-, Monitoring- und Schulungsinstrumente kontinuierlich weiter. In diesem Zuge wurden 2025 konzernweit bestehende biodiversitätsfördernde Maßnahmen systematisch erfasst. Zusätzlich wurde die bestehende Biodiversitäts-Risikoanalyse weiterentwickelt. Im Rahmen der weiterentwickelten standortbezogenen Risikoanalyse wurden 2025 konzernweit 19 Standorte mit einem erhöhten naturbezogenen Risikoprofil in bzw. nahe Gebieten mit besonderer ökologischer Sensitivität identifiziert.
 
Im Bereich Biodiversität setzen wir bereits folgende Maßnahmen um:

  • An unseren eigenen Gewinnungsstätten werden Maßnahmen zur Minimierung unseres ökologischen Fußabdrucks und der Renaturierung von Flächen umgesetzt. Dazu stimmen wir uns intensiv mit den lokalen Behörden und Interessensgruppen ab. Darunter fällt die Schaffung von Ersatzbiotopen und Lebensräumen für Vogelarten und Amphibien, Grünlandbewirtschaftung, Aufforstung sowie die Durchführung regelmäßiger ökologischer Gutachten. So wird gewährleistet, dass Eingriffe in die Natur minimiert, Flächen nachhaltig genutzt und zentrale Ökosystemleistungen langfristig erhalten bleiben.
  • Für bestimmte Bauprojekte sind gesetzliche und behördliche Vorschriften einzuhalten, für die Umweltverträglichkeitsprüfungen (UVPs) durchgeführt werden müssen. Dadurch wird sichergestellt, dass potenzielle Umweltauswirkungen in der Planungs- und Designphase identifiziert werden und geeignete Schutz- und Ausgleichsmaßnehmen umgesetzt werden. Auch in den Konzernländern außerhalb der Europäischen Union findet diese Vorgehensweise, beispielsweise durch Environmental Impact Assessments bei bestimmten Bauvorhaben statt.
  • Im Bereich des Verkehrswegebaus in Deutschland verfolgt STRABAG ein nachhaltiges Baustellenkonzept im Sinne der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB). Im Rahmen der Zertifizierung werden Biodiversitätskriterien bei Baustellen mit einer Laufzeit von über drei Monaten berücksichtigt. Biodiversitätsfördernde Maßnahmen, wie zum Beispiel den Einsatz umweltschonender Technologien und Verfahren, die Minimierung von Flächenversiegelungen und die Rücksichtnahme auf lokale Flora, Fauna und Funga müssen dabei eingehalten werden.

Diese Maßnahmen stehen im Einklang mit unserer Nachhaltigkeitsstrategie und unserem Anspruch, negative Auswirkungen auf Biodiversität und Ökosysteme zu vermindern. Die Umwelt- und Energiepolitik wurde 2025 überarbeitet und verfolgt unter anderem das Ziel, negative Auswirkungen auf Flora, Fauna und Funga zu reduzieren, Biodiversität in relevanten Projektphasen und an biodiversitätssensiblen Standorten zu stärken sowie einen verantwortungsvollen Umgang mit Flächen und Rohstoffen sicherzustellen.

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