Material und Kreislaufwirtschaft
Umgang mit Rohstoffen und Wertstoffen in der Bauwirtschaft
Die Bauwirtschaft zählt weltweit zu den rohstoffintensivsten Wirtschaftszweigen. Das lineare Wirtschaftssystem – bestehend aus Rohstoffabbau, Nutzung und Entsorgung – stößt zunehmend an seine Grenzen, da Rohstoffe nur begrenzt verfügbar sind. Diese Herausforderungen betreffen sowohl unsere eigenen Tätigkeiten als auch die vor- und nachgelagerte Lieferkette. Um Wertstoffe zu schonen und Abfälle zu reduzieren, ist es dringend notwendig, die Baubranche in eine Kreislaufwirtschaft umzuwandeln. Dabei wird der Lebenszyklus von Produkten und Materialien durch Wiederverwendung sowie möglichst hochwertiges Recycling maximiert, gleichzeitig werden Abfälle vermieden. So sollen Rohstoffe möglichst lange im Wirtschaftskreislauf gehalten werden.
Kreislaufwirtschaft ist als Kernthema in unserer ESG-Strategie verankert
Wenn wir bauen, verbrauchen wir große Mengen an nicht-nachwachsenden Baumaterialien wie Sand, Gestein, Asphalt und Beton. Und auch nachwachsende Rohstoffe, vor allem Holz, kommen in der Baubranche immer häufiger zum Einsatz. Ist ein Bauwerk am Ende seines Lebenszyklus angekommen, entstehen große Abfallmengen. Diese werden in den meisten Fällen nicht gleichwertig in den Kreislauf zurückgeführt oder sogar dem Wirtschaftskreislauf gänzlich entzogen, wenn sie als Abfälle thermisch verwertet werden oder auf Deponien gelangen. Neben dem hohen Abfallaufkommen belasten die im Abfall enthaltenen Schadstoffe die Umwelt auf vielfältige Weise. Es ist daher für uns von zentraler Bedeutung die Maßnahmen zur Abfallvermeidung und zur hochwertigen Verwertung von Abfällen zu verstärken.
STRABAG arbeitet daran, Auswirkungen auf die Umwelt, die mit dem Rohstoffverbrauch und den Abfallströmen in Zusammenhang stehen, zu reduzieren und eine ressourceneffiziente Kreislaufwirtschaft zu fördern. Um unsere Klimaziele zu erreichen, spielen der verantwortungsvolle Umgang mit Rohstoffen und der Einsatz von innovativen, CO2e-optimierten Baustoffe eine zentrale Rolle.
Im Bereich Kreislaufwirtschaft fokussieren wir uns auf folgende sechs Handlungsfelder. Diese sind in der Umwelt- und Energiepolitik festgehalten:
- Kreislauffähige planung
- Zirkuläre Baustoffe
- Zero Waste Baustelle
- Bauen im Bestand
- Reuse
- Rückbau
- Wertstrommanagement und Verwertung
Positionspapier Kreislaufwirtschaft
Beim Forum Alpbach 2024 wurde im Rahmen des Labs „Circular Economy in the Construction Industry“ ein Positionspapier Kreislaufwirtschaft erarbeitet. Dafür hat STRABAG eine Gruppe von 30 Teilnehmer:innen aus Forschung, Industrie und Politik zusammengebracht. Das Positionspapier beinhaltet praktikable Lösungen und Forderungen an die Politik für die dringenden Themen im Bereich der Kreislaufwirtschaft der Baubranche.
Position paper on the circular economy
Weitere Projekte
Einen Einblick in die Projekte von STRABAG zu den Themen Material & Kreislaufwirtschaft erhalten Sie hier.
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