Halbjahresbericht 2021

STRABAG SE im Halbjahr erneut mit Rekordauftragsbestand von über € 21 Mrd.
  • Leistung im ersten Halbjahr 2021 um 3 % fester
  • EBITDA +35 %, EBIT auf € 140,19 Mio. gesteigert
  • Nachhaltigkeitsstrategie sieht Klimaneutralität entlang der gesamten Wertschöpfungskette bis 2040 vor
  • Ausblick 2021 erhöht: Leistung sollte über dem Vorjahreswert von € 15,4 Mrd. zu liegen kommen – bisher „leicht“ darüber; EBIT-Marge nahe dem für 2022 festgelegten Ziel von 4 %




Wien, 31.8.2021

Der börsenotierte Baukonzern STRABAG SE hat heute, Dienstag, Zahlen für das Halbjahr 2021 berichtet.
Vorsichtig waren wir in das Jahr 2021 gestartet und vorsichtig war daher auch unsere Prognose gewesen. Bereits das erste Quartal hatte dann gezeigt, dass der Auftragsbestand, der erstmals die Marke von € 20 Mrd. übertroffen hatte, für ein sehr reges Geschäft sorgen würde. Nach den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahrs bestätigte sich dies, und der Auftragsbestand weist mit über € 21 Mrd. einen erneuten Höchststand auf. Diese guten Aussichten im Tagesgeschäft erlauben es uns, entschlossen personelle und finanzielle Ressourcen in Projekte im Rahmen unseres strategischen Programms FASTER TOGETHER 2022 zu investieren – also u. a. in die weitere Digitalisierung und Automatisierung des Baus und der baunahen Dienstleistungen oder in die Umsetzung unserer jüngst definierten Nachhaltigkeitsstrategie, die bis 2040 Klimaneutralität entlang unserer gesamten Wertschöpfungskette vorsieht“, so Thomas Birtel, Vorstandsvorsitzender der STRABAG SE.

Leistung und Umsatz
Die STRABAG SE erbrachte im ersten Halbjahr 2021 eine um 3 % höhere Leistung von € 6.943,37 Mio. Bedingt ist dies vor allem durch die Steigerung im Heimatmarkt Österreich um beinahe ein Fünftel, nachdem im Vergleichszeitraum des Vorjahrs eine vorübergehende Baueinstellung im Zuge der Coronavirus-Krise das Geschäft getrübt hatte. Der konsolidierte Konzernumsatz stieg ebenfalls um 3 %.

Auftragsbestand
Der Auftragsbestand per 30.6.2021 lag mit € 21.101,85 Mio. um 9 % über jenem per 30.6.2020 und damit ein weiteres Mal auf Rekordniveau. Besonders in den Heimatmärkten Deutschland und Österreich nahm der Bestand dank zahlreicher neuer Projekte in den unterschiedlichsten Sparten zu.

Ertragslage
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) festigte sich im ersten Halbjahr 2021 um 35 % auf € 406,29 Mio. gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahrs; das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) konnte um rd. € 95 Mio. auf € 140,19 Mio. gesteigert werden. Dies ist auf die Entwicklung der Segmente International + Sondersparten sowie Nord + West zurückzuführen, während das EBIT des Segments Süd + Ost vom positiven in den negativen Bereich drehte.

Das Zinsergebnis war mit € -3,40 Mio. nach € -13,49 Mio. in den ersten sechs Monaten des Vorjahrs weniger stark negativ. Darin enthalten sind positive Kursdifferenzen von € 1,37 Mio., während im Vergleichszeitraum negative Kursdifferenzen zu verzeichnen gewesen waren. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) kam demnach bei € 136,79 Mio. zu liegen (6M/2020: € 31,61 Mio.). Die Ertragsteuern belaufen sich auf € -45,85 Mio., was einer Steuerquote von 33 % entspricht. Im Vorjahr hatten diese € -30,98 Mio. € betragen. Es blieb ein Ergebnis nach Steuern von € 90,94 Mio. (6M/2020: € 0,63 Mio.).

Das auf die Fremdanteilseigner entfallende Ergebnis war bei € 2,67 Mio. in absoluten Zahlen kaum verändert. Insgesamt wurde ein Konzernergebnis von € 88,27 Mio. erzielt. In demselben Zeitraum des Vorjahrs hatte es sich mit € -0,79 Mio. noch knapp im negativen Terrain bewegt. Bei 102.600.000 ausstehenden Aktien gleicht dies einem Ergebnis je Aktie von € 0,86 (6M/2020: € -0,01).

Vermögens- und Finanzlage
Die Bilanzsumme verkürzte sich gegenüber dem Jahresende 2020 von € 12,1 Mrd. auf € 11,7 Mrd.: Der Rückgang ist im Wesentlichen auf die Verringerung der liquiden Mittel durch die Ausschüttung einer diesmal erhöhten Dividende zurückzuführen. Gegenläufig wirkten die geschäftsbedingt deutlich gestiegenen Vertragsvermögenswerte. Verglichen mit dem Halbjahresvergleichszeitpunkt des Vorjahrs verringerte sich die Eigenkapitalquote von 31,7 % auf 30,1 %; zum Jahresende 2020 hatte sie 33,9 % betragen. Trotz der Ausschüttung der erhöhten Dividende von insgesamt € 707,94 Mio. für das Jahr 2020 aus den Gewinnrücklagen blieb die Eigenkapitalquote weiterhin sehr stark. Die Netto-Cash-Position sank, neben dem Dividendeneffekt auch saisonal getrieben, von € 1.747,23 Mio. per Jahresende 2020 auf € 813,57 Mio. (30.6.2020: € 946,47 Mio.).

War der Cashflow aus der Geschäftstätigkeit im Vorjahresvergleichszeitraum noch positiv, wurde er mehrheitlich wegen eines starken Forderungsaufbaus nun bei € -62,51 Mio. registriert. Da sich die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen ähnlich wie in den ersten sechs Monaten des Vorjahrs gestalteten, lag auch der Cashflow aus der Investitionstätigkeit mit € -220,17 Mio. nach € -180,16 Mio. in einem ähnlichen Bereich. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit war stark von der erwähnten erhöhten Dividende geprägt, zumal die Dividende im Vorjahr erst im vierten Quartal ausgeschüttet worden war.

Mitarbeiteranzahl
Die Mitarbeiteranzahl reduzierte sich geringfügig um 2 % auf 72.942 Personen. Dies ist fast ausschließlich durch die Fertigstellung der Tunnelbauarbeiten des Megaprojekts Wasserkraftwerk Alto Maipo in Chile bedingt. In den Heimatmärkten Deutschland und Österreich waren nur sehr geringe Veränderungen – in unterschiedliche Richtungen – zu verzeichnen.

Ausblick
Der Vorstand geht nun davon aus, im Geschäftsjahr 2021 eine Leistung über Vorjahresniveau zu erzielen, also über € 15,4 Mrd. Bisher war nur eine „leicht“ darüber liegende Leistung in Aussicht gestellt worden. Die EBIT-Marge sollte nahe dem für 2022 festgelegten Ziel von 4 % zu liegen kommen.



Auf der Website veröffentlicht am 31.08.2021 – Zuletzt publiziert am 31.08.2021 7:30:14
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